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Die größte Zahl beobachteter
Tiere in Brasilien ist im größten Sumpfgebiet
der Erde zu finden. Im Pantanal. Die Bezeichnung Pantanal ist abgeleitet
von dem portugiesischen Wort pantano, das heißt Sumpf oder
Morast.
Wobei ganz exakt ist sie nicht die Bezeichnung Sumpfgebiet, denn
überschwemmt und sumpfig ist es hier nur während der Regenzeit
also im November bis März.
Es handelt sich um ein Gebiet von etwa 230.000 qkm in den südwestlichen
Bundesstaaten Mato Grosso und Mato Grosso do Sul an der Grenze zu
Paraguay.
In der Regenzeit suchen Tiere wie Krokodile, Wasserschweine, Hirsche
und Affen, gemeinsam Zuflucht auf den wenigen trockenen Landflecken.
Gegen Ende dieser Periode blühen auch die meisten Pflanzen.
Die Ursache für die einmalige Artenvielfalt im Pantanal liegt
in der Kombination verschiedenster Lebensräume - Baumarten
des Cerrado im Süden, trockene Pflanzen der Caatinga sowie
Amazonasvegetation im Norden, die eine regelrechte Massenimmigration
von Tieren aus den benachbarten Regionen bewirkt hat. So finden
sich hier auch kaum Arten, die ursprünglich aus dem Pantanal
selbst stammen, zumal es sich um ein recht junges Naturgebiet handelt.
Vermutlich befand sich hier vor nur 10.000 Jahren noch ein Binnenmeer.
Ansonsten ist die gesamte Tierwelt Brasiliens sehr artenreich.
Wobei größere Säugetiere nicht sehr häufig
sind. Aber elf von zwölf in den Tropen der westlichen Erdhälfte
lebenden Säugetiere sind in Brasilien mit über 600 Arten
vertreten. Darunter verschiedene Raubkatzenarten wie der Puma und
der Jaguar, der Jaguarundi und der Ozelot. Darüber hinaus gehören
zu den Säugetieren das Faultier, der Tapir, das Wildschwein,
der Ameisenbär und das Gürteltier. Weiter gibt es circa
30 Affenarten wie zum Beispiel die Brüllaffen und die Klammeraffen.
Im Gebiet der Feuchtsavannen leben das Stinktier, der Waschbär,
der Nasenbär,
das Kaninchen und der Capybara – ein bis zu 66 Kilogramm schweres,
im Wasser lebendes Nagetier.
Kein Land der Erde außer Brasilien bietet eine größere
Vogelvielfalt mit seinen über
1.700 Vogelarten, darunter schon eine sehr große Anzahl an
Arten von Papageien. Besonders farbenprächtig sind die Papageien,
insbesondere die grossen Aras,
die Tukane und die unzähligen verschiedenfarbigen Kolibris.
Über zwei Drittel der Vogelvielfalt sind im Amazonasgebiet
anzutreffen.
Weit über 100.000 Arten wirbelloser Tiere konnten bisher registriert
werden.
Darunter über 75.000, die zu den Insekten gehören. Auch
die Zahl der schönen bunten Käfer aller Arten und Größen
ist beeindruckend. Eindrucksvoll sind jedoch auch die vielfarbigen
Schmetterlinge. Zahlreiche Arten von Schildkröten -über
50 Arten, Eidechsen –über 130 Arten, Schlangen –
230 Arten, Krokodilen- mehrere Arten, Amphibien- weit über
300 Arten und Süßwasserfischen – über 1.800
Arten, sind ebenfalls auf brasilianischem Territorium zu finden.
Gerade bei den Süßwasserfischen ist der Pirarucu, der
wahrscheinlichst größte Süßwasserfisch der
Welt in Brasilien zu finden. Es gibt bei den Pirarucus
Exemplare von bis zu 2 Metern Länge mit einem Gewicht von über
120 Kilos.

Im Amazonas gibt es außerdem noch die über 2m lange und
nahezu 800 Kilo schwere Amazonas-Seekuh Peixe-Boi, deren Jagd heute
streng verboten ist.
Nicht gerade beliebt ist der Zitteraal. Seine elektrischen Schläge
erreichen eine Spannung von durchschnittlich 550 Volt mit bis zu
400 Entladungen pro Sekunde.
Wie bereits oben erwähnt gibt es zahlreiche Schlangenarten.
Meist sind die größten Schlangenarten Brasiliens ungiftig.
Wie die Anakonda die es gut auf 10 Meter bringen kann. Die Sucuri
erreicht auch locker 8 Meter. Sie ist häufig in sumpfigen Arealen,
Lagunen und Flüssen anzutreffen. Sie tötet ihre Opfer
durch Erdrosseln. Es kann tatsächlich vorkommen, dass eine
Sucuri einen Kaiman angreift. Auch die Boa Constrictor findet man
in Brasilien. Die Giftschlangen gehören zur Familie der Grubenottern.
Wie zum Beispiel die gefürchtete Klapperschlange. Unter den
zahlreichen farbenprächtigen Korallenschlangenarten sind sowohl
sehr giftige als auch ungiftige vorhanden.
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